Diese Zeilen richten sich vor allem an diejenigen, die sich überlegen, Angebote der Praxis zu nutzen.

Allgemeine Ausführungen

Seit einiger Zeit ist es möglich, dass Ärzte als Praxisinhaber andere Ärtzte und Psychotherapeuten als Angestellte beschäftigen können. Demnach kann Herr Leinz fertig ausgebildete Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten als Angestellte beschäftigen. Um die zur Praxis Leinz „gehörenden“ Zulassungen besser auszuschöpfen und somit insgesamt mehr Behandlungen für gesetzlich Krankenversicherte zu ermöglichen, wurden die bestehenden Zulassungen „geteilt“. So ist es auch möglich, mehrere Therapeuten mit unterschiedlichen Therapieverfahren in einer Praxis entsprechend einem Psychotherapeutischen Versorgungszentrum zusammenzuführen und ein differenziertes Therapieangebot unter einem Dach anzubieten sowie „passgenaue“ Psychotherapien möglich zu machen.

Für jeden der Therapeuten ist so kein „Vollzeitbudget“ für die Behandlung gesetzlich Krankenversicherter gegeben. So wurde zum Beispiel Spielraum dafür geschaffen, dass Herr Leinz sich verstärkt der psychotherapeutischen Erstberatung und Erstdiagnostik zuwenden kann. Dadurch stellt die Praxis Leinz auch sicher, dass die Behandlung von Privatpatienten keine Therapieplätze für gesetzlich Krankenversicherte „wegnimmt“.

Zusammenarbeit

Es finden wöchentliche Teamsitzungen statt, in denen die Psychotherapeuten und Mitarbeiter der Praxis ihre Erfahrungen austauschen. Um die Psychotherapien zu optimieren, wird auch über einzelne Patienten und Behandlungsverläufe gesprochen. Unter den Kolleginnen und Kollegen gilt das Motto: Einander achten, voneinander lernen, sich gegenseitig inspirieren, Erfahrungen weitergeben und teilen, Kompetenzen miteinander verbessern.

Neue Psychotherapierichtlinien seit April 2017

Im April 2017 traten neue Vorschriften in Kraft. Die Absichten der Reform werden von der Praxis Leinz begrüßt. Vor allem die bessere Bezahlung der Erstdiagnostik kommt dem integrativen Ansatz der Praxis entgegen. Die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Therapeuten in einer Praxis während der neu eingeführten Akuttherapie werden begrüßt. Gleichwohl bleibt ein Hauptproblem ungelöst: Es gibt zu wenige ausgebildete und von den Krankenkassen zugelassene Psychotherapeuten. Hier wäre es an der Zeit, dass die (Psychologischen) Psychotherapeuten in Ausbildung eine Bezahlung wie Assistenzärzte erhalten und mehr in die Verantwortung bei den vorgeschriebenen Tätigkeiten, wie z. B. in der Psychiatrie, genommen werden.

Betriebswirtschaftliche Effizienz

Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes haben Psychotherapeuten bei einer "Vollauslastungstätigkeit" das Recht, ein Einkommen erwirtschaften zu können, wie andere niedergelassene Ärzte. Seit vielen Jahren werden jedoch weiterhin die Praxisvorhaltekosten nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem steigt die Vergütung für alle ärztlichen Gesprächsleistungen (auch bei den Hausärzten) seit vielen Jahre langsamer als das Gesamteinkommen der Ärzte. Das Praxiskonzept der Praxis Leinz ermöglicht es, Praxiskosten zu senken und gleichzeitig die Psychotherapeuten von Büroarbeit zu entlasten.

 

Gerhard Leinz, 1. Juli 2018