Die Psychosomatik beschäftigt sich mit den Wechselwirkungen zwischen Körper und Seele. „Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper“, sagte Turnvater Jahn. Der Psychosomatiker fügt hinzu: „Und umgekehrt!“ Wenn wir uns aufregen oder wütend sind, schüttet der Körper Adrenalin aus. Das Adrenalin kann Herzklopfen, Durchfall, Schwitzen, Angst, Panik sowie Schlafstörungen bewirken. Dies sind psychosomatische Symptome.

Psychosomatisch krank sind vor allem Menschen, die psychische Probleme nicht direkt wahrnehmen, sondern über ihren Körper ausdrücken. Typische Symptome sind zum Beispiel Angst vor einem Herzinfarkt, Angst vor Krebs, Schwindel, Angst zu ersticken sowie Schluckbeschwerden. Die Liste könnte unendlich verlängert werden. Der Volksmund kennt viele psychosomatische Zusammenhänge: „Da liegt mir eine Last auf den Schultern. Das macht mir Kopfzerbrechen. Mir läuft eine Laus über die Leber“. Psychosomatisch krank ist ein Mensch, dem der Haus- oder Facharzt sagt: „Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, Sie sind körperlich kerngesund, "Sie haben nichts“. Leider führt die Beruhigung oft zur Verschleppung der Bearbeitung der Ursachen durch Psychosomatiker und Psychotherapeuten. Der Psychosomatiker ist Arzt und kann so die Zusammenhänge zwischen Körper und Seele auch genau erklären.