Die Psyche, die Seele ist die Schaltstelle der Gesundheit im Gehirn; insbesondere in den basalen Strukturen entsteht nicht nur psychische Gesundheit, sondern auch die Basis für körperliche Gesundheit. Hier entscheidet sich, ob die Ratschläge des Arztes oder anderer Therapeuten bezüglich der Behandlung aller, insbesondere chronischer Gesundheitsstörungen (Beispiele: Bluthochdruck, Diabetes, Wirbelsäulenverschleiß usw.), angenommen werden können oder nicht.

Psychotherapie ist abzugrenzen von der Psychiatrie, der Neurologie, aber auch von der „Psychologie“. Psychotherapie ist im allgemeinen Hilfe zur Selbsthilfe durch Gespräche. Dies geschieht zum Beispiel über Schulungen durch Therapeuten (in der Verhaltenstherapie) bzw. durch die Aktivierung von Selbstheilungskräften über die Auflösung der Ursachen psychischer Leiden (in der psychoanalytisch orientierten Behandlung). In der Psychotherapie ist der psychisch Leidende ein aktiver Dialogpartner oder Klient, weniger ein Patient, der zu erdulden hat, was der Fachmann für notwendig hält.

Die "Psychotherapie nach den Psychotherapierichtlinien" wurde 1967 nach einer Langzeitstudie in die gesetzliche Krankenversicherung eingeführt. Damals von unter der Federführung von Anne Marie Dührsen die Wirksamkeit der psychoanalytisch begründeten Psychotherapie nachgewiesen. Jedes Psychotherapieverfahren wird nur dann zur Behandlung gesetzlich Krankenversicherter zugelassen, wenn eine Wirksamkeit bei fünf verschiedenen Störungsbildern nach gewiesen wird. Das ist eine "härtere Prüfung" als für Medikamente. Antidepressiva brauchen nur bei einem Störungsbild wirksam sein: Bei Depressionen. Später wurde auch Verhaltenstherapie und EMDR zur Behandlung gesetzlich Krankenversicherter zugelassen.

Die „Psychologie“ hat viel mehr Facetten als „nur die Psychotherapie“, wie zum Beispiel Werbepsychologie.

Die Psychiatrie bezieht sich vor allem auf Störungen von Stoffwechselprozessen im Gehirn. Die Psychiatrie versucht psychisches Leiden meist über Medikamente zu behandeln. Das zentrale Behandlungsinstrument des Psychiaters ist nicht die Couch, sondern das Medikament, das eventuell dann durch Gespräche und auf das Umfeld der psychisch Leidenden einwirkenden Maßnahmen ergänzt wird. In der Psychiatrie ist der psychisch Leidende oft ein Patient, der überzeugt werden sollte, dass Medikamente ihm helfen. "Moderne Psychiatrie" bezieht psychosoziale Aspekte und auch Gespräche mit  in die Behandlung mit ein. "Moderne" Psychiater und Nervenärzte  haben oft eine ergänzende psychotherapeutische Ausbildung, zu erkennen an einem .." und Psychotherapie" oder - Psychotherapie-.

Die Neurologie bezieht sich überwiegend auf organische Schädigungen des Nervensystems, wie zum Beispiel Entzündungen und Schlaganfälle.

 

Gerhard Leinz 12 Juni 2018